Seminarbericht: Demut macht stark

Mit Fachwissen und professioneller Bescheidenheit

Wer möchte das nicht: erfolgreich sein und finanziell unabhängig, geradlinig die Karriereleiter erklimmen, stets motiviert zur Arbeit gehen und gebraucht werden, überall beliebt und gern gesehen sein? Die Realität sieht oft anders aus! Viele plagt das Gefühl, dem Druck kaum standzuhalten, immer noch besser sein zu müssen, weder beruflich noch privat wirklich zufrieden zu sein. Die Folge sind Probleme mit Mitarbeitern, Kollegen und Familie, unzureichende Erfolge und Selbstzweifel.

Was oftmals fehlt, ist ein solides Fundament, das unsere Entscheidungen, Erfolge und Niederlagen trägt. Viele suchen es in wissenschaftlichen Grundlagen, sichern sich durch Expertenwissen ab, verbringen viele Stunden in Weiterbildungen. Andere nehmen sich eine Auszeit, um in der Stille und Natur, oft mit geistlicher Begleitung, zu sich und ihren Prinzipien zu finden. Für sich allein führt meist keiner der Wege langfristig zu mehr Erfolg.

Vom 17. bis zum 18. August fand in Gnadenthal erstmals ein Seminar statt, das beides verbindet: wirtschaftliches Fachwissen zusammen mit der Einübung einer christlich wertschätzenden Grundhaltung. Unter dem Motto "Demut macht stark" ging es um eine tragfähige Basis für Führungsaufgaben. Geleitet wurde das Seminar von Kristian Furch, Unternehmensberater und Autor des gleichnamigen Buches, erschienen in unserer SIGNUM-Reihe.

  

Den wissenschaftlichen Hintergrund lieferte unter anderem eine Studie des amerikanischen Professors Jim Collins. "Langfristig besonders erfolgreiche Organisationen haben Führungskräfte, die eine paradoxe Mischung aus persönlicher Bescheidenheit und professionellem Willen, die Mission ihrer Organisation langfristig zu erfüllen, zeigen", so sein Ergebnis. Auch die Bibel gibt uns zahlreiche Vorbilder in Sachen Führungskompetenz: Paulus, anfangs elitär im Denken, selbstbezogen und durchsetzungsstark, überzeugte die Menschen später gerade durch Geduld, Selbstlosigkeit und Demut. Von ihm stammt der scheinbar paradoxe Satz "Wenn ich schwach bin, bin ich stark".

Den Seminarteilnehmern hat gerade das Zusammenspiel aus fundiertem Fachwissen und Selbstreflexion geholfen, neue Erkenntnisse für den Arbeitsalltag mitzunehmen. "Die Zeiten der Stille inmitten der Natur Gnadenthals, die Gastfreundschaft und die verschiedenen Übungen, Referate, Rollenspiele und Gruppengespräche waren sehr effektiv", berichtet ein Teilnehmer.

Das Haus der Stille, das die SIGNUM-Seminare veranstaltet, plant nach der positiven Resonanz bereits Wiederholungen des Workshops. Auch zukünftig wollen die Veranstalter interessierten Führungskräften in Gnadenthal Raum geben, eine bescheiden-professionelle Haltung als tragfähiges Fundament für ihr Handeln einzuüben. Interessenten können sich unter
haus-der-stille@jesus-bruderschaft.de oder auf der Homepage zu weiteren Terminen informieren.

Das nächste SIGNUM-Seminar findet am 3. und 4. November zum Thema "Sinnerfüllt leben und führen" mit Werner Berschneider statt. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.



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