Geschichte

Der Ort Gnadenthal geht auf ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster zurück, das am 30. November 1235 gegründet wurde. Der erste Konvent bestand aus etwa 50 Nonnen. Mehr als 300 Jahre lebte die Gemeinschaft an diesem faszinierenden Ort inmitten der Wiesen und Wälder des Untertaunus

Klosterkirche

1513 wurde das Kloster im Zuge der Reformation protestantisch. Da es dagegen erheblichen Widerstand der Nonnen gab, wurde dieser Prozess erst 1564 abgeschlossen. Siebzig Jahre später wurde Gnadenthal im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört und schließlich entvölkert. 1634 wurde das Kloster aufgegeben und anschließend mehr als dreihundert Jahre als Hofgut durch verschiedene Pächter genutzt.

1935 wurde das Hofgut in acht Landwirtschaftsbetriebe und zwei Landarbeiterstellen aufgeteilt. Ein Teil davon wurde im Oktober 1969 von der Jesus-Bruderschaft erworben. Die Gemeinschaft baute auf dem Hügel oberhalb des alten Ortskerns das „Haus der Stille“. In den Jahren 1972 bis 1980 entstanden in dessen Nachbarschaft das „Brüderhaus“ und das „Werk- und Studienhaus“.

Erst im Jahr 1984 begann die Jesus-Bruderschaft mit dem Wiederaufbau der alten Klosteranlage mit Kirche, Klosterhof und Äbtissinnenhaus. Aus einer Brandruine eines Bauernhofes entstand die Jugend- und Familienbegegnungsstätte „Nehemia-Hof“, in Anlehnung an Nehemia, der, wie es im Alten Testament beschrieben wird, die zerstörte Mauer um Jerusalem neu errichtete.

Das Dorfleben ist seitdem wieder durch Gottesdienst und Stundengebet geprägt. 1993 wurde der Gemeinschaft für die Wiederbelebung von Dorf und Kloster der Hessische Denkmalschutzpreis verliehen, 1998 bekam die Bruderschaft den Umweltpreis des Landkreises Limburg-Weilburg.

Die Betriebe der Jesus-Bruderschaft realisieren mit ihrer Arbeit die Ideale und selbstgewählten Aufgaben der Gemeinschaft:

  • Gäste mit offenen Armen zu empfangen, zu beherbergen
  • Interessierte zum Mitleben einzuladen
  • Jugendlichen sinnstiftende Erlebnisse zu ermöglichen, Familien zu fördern
  • Dem Wort Gottes Raum zu geben, christliche Botschaft zu verbreiten
  • Die Erde zu bebauen und zu bewahren
  • Kunst- und Kultur zu fördern
  • Und mit all dem nicht nur den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern auch Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

Momentan bestehen folgende Betriebe

  • Präsenz Kunst & Buch
    • Verlag
    • Buchhandlung
    • Kunstgalerie
    • Medienberatung
  • Landwirtschaft, nach Bioland-Richtlinien geführt. Hier werden auch Programme zur Umweltbildung durchgeführt
  • Gästehaus „Haus der Stille“ mit eigenem Seminarbetrieb
  • Jugend- und Familienbegegnungsstätte „Nehemia-Hof“ mit angrenzendem Zeltplatz

Aktuelles 04.02.2012

  • Sr. Dr. Lea Ackermann im Gespräch mit Dr. Petra Altmann

    Freitag, 10. Februar 2012
    20 Uhr, Präsenz Galerie

    Lea Ackermann, die am 2. Februar ihren 75. Geburtstag feiert, ist Gründerin und Leiterin von SOLWODI, einer Hilfsorganisation für kenianische Frauen in der Armutsprostitution. Ein aktuelles Porträt von „Schwester Courage“ finden Sie hier: mehr

  • Arbeiten bei Präsenz - Vertriebsleitung

    Zum nächstmöglichen Zeitpunkt möchten wir im Zuge der Nachfolgeregelung die Position der Vertriebsleitung neu besetzen. Bewerben Sie sich jetzt! mehr




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